Die Wechseljahre sind ein großer Einschnitt im Leben einer Frau. Die Menopause beinhaltet einen Cocktail aus Stimmungsschwankungen. Diese sind in erster Linie auf eine hormonelle Dysbalance zurückzuführen. Das kann zu traurigen Verstimmungen. Nervosität und Unruhe führen. Weitere typische Symptome können Schlaflosigkeit, Hitzewallungen. Gewichtszunahme. Schweißausbrüche und Herzklopfen sein. Die Wechseljahre treten nicht plötzlich auf. Dieser Prozess ist ganz natürlich und tritt langsam ein. Er beginnt mit dem Ausbleiben der Regelblutung und kann sich über 15-20 Jahre erstrecken.

„Bye bye Mama Ära.”

Doch neben den körperlichen Veränderungen, verändern sich auch fast zeitgleich die Lebensumstände. Oft sind die Kinder aus dem Haus, Frau hat mehr Zeit für sich. Und was kommt jetzt? Nie wieder Mutter werden, nie wieder Arbeit mit den kleinen Kindern. Auch das drückt bei vielen Frauen auf die Stimmung. Beruflich hat Frau das Meiste erreicht. Vielleicht auch nicht. Und wenn ja, war das alles? Frauen, die ihr Selbstbewusstsein aus ihrem Aussehen gezogen haben, sehen nur noch ihre Falten statt ihre eigentliche Schönheit. Es ist also eine Zeit der hormonellen Umstellung, aber auch eine Zeit der Veränderung. Es kommt einfach sehr viel zusammen in dieser Zeit.

Sicher, die Lebensumstände verändern sich, der Körper verändert sich, aber Wechseljahre bedeuten nicht das Ende des Frauseins. Frauen können diese Zeit als Chance sehen und dazu nutzen ein neues Kapitel zu beginnen, mehr für sich selbst zu tun, mal an sich zu denken, ja sogar egoistisch zu sein. Gesunder Egoismus ist etwas, was die meisten Frauen nicht kennen.

Bevor Sie also eine Lebenskrise oder eine Depression bei sich selbst diagnostizieren, sollte eine Analyse des Hormonhaushaltes vorgenommen werden. Dennoch darf nicht der voreilige Schluss gezogen werden, dass die genannten Beschwerden immer auf die Wechseljahre zurückzuführen sind. Auch Erkrankungen der Schilddrüse und ein Vitamin-D-Mangel können u. a. diese Beschwerden verursachen. Wichtig ist es auch nach Beschwerden zu fragen, welche oft gar nicht mit Hormonstörungen in Zusammenhang gebracht werden. Hierzu gehören unter anderem Schwindel, Herzbeschwerden, Haarausfall, verstärkter Haarwuchs im Gesicht, Gedächtnisstörungen, Libidoverlust und Harninkontinenz. Gelenkschmerzen, welche nach dem Schlaf auftreten und im Laufe des Tages verschwinden, können ebenfalls ein wichtiger Hinweis für einen Östrogenmangel sein. Dies gilt auch für trockene Schleimhäute, sei es im Augen- Nasenbereich oder im Scheiden/ Harnblasenbereich.

Die Medizin hat vielfältige Möglichkei­ten die Beschwerden der Wechseljahre zu lindern oder zu beheben.