Das Zika-Virus (Gattung Flavivirus) wurde 1947 erstmals bei einem Affen aus dem Zikawald Ugandas in Afrika festgestellt. Eine Infektion mit dem Zika-Virus verläuft häufig ohne oder nur mit milden grippeähnlichen Symptomen. Bekannt ist, dass Mücken der Aedes-Gattung das Zika-Virus übertragen – vor allem durch die Gelbfiebermücke Aedes aegypti, eventuell auch durch die Asiatische Tigermücke Aedes albopictus. Beunruhigend ist allerdings, dass das Zika Virus möglicherweise auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun mitteilte. Denn es gibt Hinweise, dass der Erreger über Blut übertragbar ist. Außerdem wurden Zika-Viren in Samenflüssigkeit nachgewiesen. Es besteht somit die Möglichkeit einer sexuellen Übertragung. Weitere Studien dazu sind aber notwendig.
In Brasilien häuften sich jedoch zuletzt Berichte über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Virus und Hirn-Fehlbildungen bei Neugeborenen. Die Weltgesundheits-organisation (WHO) hat nun den globalen Gesundheitsnotstand erklärt. Sie sieht jedoch keinen Grund zur Panik. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von einer vermeidbaren Reise in die Risikogebiete ab.
Schwangeren Frauen empfiehlt die WHO, vor und nach dem Besuch einen Arzt aufzusuchen. Das Robert Koch-Institut empfiehlt auch Menschen mit einer Immunstörung oder einer anderen schweren chronischen Krankheit sowie Reisenden mit kleinen Kindern, sich vor der Reise vom Hausarzt oder einem Reisemediziner beraten zu lassen.
Bis heute gibt es keine antiviralen Medikamente oder Impfungen, die gegen das Zika-Virus wirksam sind.

Die Karte der Weltgesundheitsbehörde zeigt die Ausbreitung des Zikavirus. Seit Mai 2015 breitet sich das Zika-Virus in Brasilien und in Kolumbien aus. Hinzu kommen Erkrankte in vielen weiteren Ländern, wie eine Karte der WHO zeigt. [who.int – Ausbreitung des Zika-Virus – Karte der Weltgesundheitsbehörde WHO ]